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    Lehrstuhl für deutsche Sprachwissenschaft

    Dissertationsprojekt

    Arbeitstitel: "Exklusion, Selektion, Diskussion. Zur Thematisierung sprachlicher Varianzphänomene in L1- und L2-Grammatiken."

    Grammatiken - verstanden als text-gewordene Beschreibungen regelhafter Eigenschaften einer Sprache - sind gekennzeichnet durch ein doppeltes Verhältnis zum Textualitätskriterium Intertextualiät:

    Zum einen machen sie es sich zur Aufgabe, aus den vorhandenen/möglichen Texten einer Sprache deren Struktur abzuleiten, bemühen sich also um eine metasprachliche Aufarbeitung von Textmaterial. Das breite Variationsspektrum einer lebendigen Sprache stellt jede Grammatik hier zwangsläufig vor die Herausforderung begründeter Ausschluss- und Aufnahmeprozesse.

    Zum anderen entsteht heute keine deutschsprachige Grammatik in einem fachwissenschaftlichen Vakuum, sondern Verfasserinnen und Verfasser von Grammatiken sehen sich einer Vielzahl von anderen Grammatiken gegenüber, die ihrerseits bereits den Versuch einer adäquaten Beschreibung sprachlicher Strukturen unternommen haben. Lösungen für einzelne Selektions-, Diskussions- und Exklusionsprobleme liegen als fertige Informationspakete vor und können ihrerseits angenommen, diskutiert oder verworfen werden.

    Vor diesem Hintergrund setzt sich mein Dissertationsprojekt mit der Frage auseinander, welche Rolle sprachliche Variation (im Sinne von: "gleiche Funktion bei unterschiedlicher Form") in neueren Grammatiken für Lerner und Muttersprachler des Deutschen spielt. Gehen L1-Grammatiken anders mit Varianten um als L2-Grammatiken? Welche Variationsphänomene geraten in den Blickpunkt der Texte? Was bleibt gegebenenfalls unterwähnt? Welche metasprachlichen Wertungen werden mit einzelnen Varianten verbunden? Was kann dies über den Status des "Standards" in den verschiedenen Traditionen verraten? Wie entwickeln sich die entsprechenden Textpassagen über die Zeit und Auflagenfolgen hinweg? Und: Wie lässt sich das Verhältnis der Texte zueinander klassifizieren, wenn gilt: "No one writing a book on German grammar at this point of time starts from scratch or can avoid indebtedness to earlier workers in the field" (Hammer 1971: v)?

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