Intern
    Lehrstuhl für deutsche Sprachwissenschaft

    Stilblatt

    Grundsätzlich gilt:

    Formale Vorgaben für das Verfassen von Hausarbeiten sind immer Vorgaben von AutorInnenen, Lehrenden, Redaktionen, institutionellen Einrichtungen, Fachrichtungen etc. Diese Vorgaben differieren zum Teil erheblich, oft aber auch nur in kleinen Details. Sie sollten sich eine der zugelassenen Formvorgaben in dem jeweiligen Fach zu eigen machen, und dann aber in einer Arbeit konsequent nur so verfahren.

    Die folgenden Hinweise sind als Richtlinien für Sie gedacht. Sie entsprechen in etwa den Standards, die gegenwärtig für die formale Gestaltung von Texten im Rahmen der neueren Linguistik gelten. Es kann aber immer der Fall sein, dass Sie bei anderen Dozenten davon abweichende Vorgaben erhalten. Zudem gelten in anderen Fachbereichen als der neueren Linguistik andere Standards, die Sie sich ggf. aneignen müssen.

    Obwohl sich die folgenden Hinweise als Minimalvorgaben verstehen, dürften Sie dennoch die häufigsten Fragen zur formalen Gestaltung schriftlicher Arbeiten abdecken.

    Die hier geschilderten Formalien sind letztlich mehr als bloße Formalitäten. Sie dienen nämlich einem zentralen Merkmal wissenschaftlichen Arbeitens, dem systematischen Nachweis der Texte und Daten, auf die man sich bezieht, und der expliziten Referenz auf den Forschungsstand zum jeweiligen Thema.

    Wichtiger Hinweis für Arbeiten mit fremdsprachlichen Beispielen

    Arbeiten, in denen auch nicht-deutschsprachige Beispiele besprochen werden, sollten sich an die Regeln zur interlinearen Präsentation fremdsprachlicher Beispiele halten. Eine Orientierung, wie man solche Beispiele interlinear präsentiert, ist in dem entsprechenden Lehrskript hierzu zu finden.

    1. Teile der Arbeit

    • Deckblatt (s. Deckblätter)
    • Titelblatt (s. Muster-PDF)
    • Inhaltsverzeichnis (s. Abschnitt 3 dieser Hinweise)
    • Text (s. Abschnitt 4 dieser Hinweise)
    • Literaturverzeichnis (s. Abschnitt 5 dieser Hinweise)
    • eventuell: Anhänge
    • Eigenständigkeitserklärung (s. Abschnitt 6 dieser Hinweise)

    Für ein Beispiel, wie die einzelnen Teile der Arbeit (ab dem Titelblatt) als Grundgerüst gestaltet sind und wie bibliographische Angaben gemacht werden: siehe Muster-PDF.

    2. Allgemeines

    • Papier: weißes DIN A4 Papier
    • Ausdruck: einseitig (nur Vorderseite eines Blattes) bedrucken
    • Ränder: links/oben/unten: 2 cm / rechts: 3 bis 4 cm;
    • Schrift: Times New Roman, 12 pt
    • Zeilenabstand: 1½ Zeilen
    • Ausrichtung: Blocksatz
    • Silbentrennung: ja
    • Seitenzahlen: unten rechts (das Titelblatt – nicht das Deckblatt – ist Seite 1)

    Hinweis: Wenn in Seminaren Vorgaben gemacht werden, wie viele Seiten eine Arbeit haben soll, so sind damit immer reine Textseiten gemeint. Nicht mitzuzählen sind also Deckblatt, Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis, eventuelle Anhänge und die Eigenständigkeitserklärung.

    3. Inhaltsverzeichnis

    • nach dem Dezimalsystem, also 1., 1.1, 1.2 ... 2., 2.1 …
    • Unterpunkte (z.B. 1.1) nur dann, wenn mehrere folgen (also 1.1 nur wenn auch 1.2)

    4. Text

    Zur allgemeinen Einrichtung: s. oben Abschnitt 2.

    Folgend werden lediglich Hinweise zum Gebrauch von Klammern, Anführungsstrichen, Sonderzeichen und zur Zitierung im laufenden Text gegeben.

    Allgemeine Hinweise:

    • Hervorhebungen von Wörtern durch Fettdruck (sparsam verwenden)
    • Objektsprachliches kursiv
    • zusätzliche Bemerkungen in Fuß- und nicht in Endnoten

    4.1 Klammern, Sonderzeichen und Kapitälchen

    Allgemein gilt in der Sprachwissenschaft:

    • […] für Phone und Allophone
    • /…/ für Phoneme
    • <…> für Graphe, Allographe und Grapheme
    • {…} für Morphe, Allomorphe und Morpheme
    • [+…] für das Vorliegen eines (z. B. semantischen) Merkmals
    • [–…] für das Nichtvorliegen eines (z. B. semantischen) Merkmals
    • KAPITÄLCHEN für Konzepte/Begriffe (psycholinguistisch/semantisch)
    • (Zahl) für die Zählung von Beispielen

    4.2 Anführungsstriche und Sonderzeichen

    • doppelte Anführungszeichen bei nicht eingerückten Zitaten (s. auch Abschnitt 4.3)
    • einfache Anführungszeichen zur Angabe von Bedeutungen, z. B.:

    Jeep ist ein Wort, das eigentlich eine Aussprachevariante von GP ist, dann aber eine neue Schriftgestalt erhalten hat. GP ist ein Akronym zu general purpose, was wörtlich 'allgemeiner Zweck' oder 'Allzweck' bedeutet.

    • * (=Asterisk) zur Kennzeichnung eines Beispiels als ungrammatisch, z. B.:

    (3) *Die Seminar ist langweilig.

    4.3 Zitate im Text

    Alle wörtlichen Zitate in doppelten Anführungsstrichen und mit anschließendem Nachweis direkt im Text und zwar direkt nach dem Zitat - Nachweis wie folgt:

    • (Nachname Erscheinungsjahr: Seitenzahl)

    Bei im Text aufeinanderfolgenden Nachweisen aus demselben Werk:

    • (ebd., Seitenzahl)

    Zu den Seitenangaben:

    • f. = 'und die folgende Seite'
    • bei mehr als zwei Seiten die genauen Seiten angeben, z. B.: 21-24

    Alle sonstigen inhaltlichen Übernahmen des Gedankenguts können mit "vgl." (='Vergleiche!') angegeben werden, z.B.:

    • (vgl. Nachname Erscheinungsjahr: Seitenzahl)
    • (vgl. Nachname Erscheinungsjahr)

    Weitere Hinweise:

    • Ist das Zitat länger als drei Zeilen, wird es als eigener Absatz ohne Anführungszeichen eingefügt, und zwar: links eingerückt (1 cm), kleiner (11 pt) und mit einzeiligem Abstand mit einer Leerzeile vor und nach dem Zitat.
    • Veränderungen des zitierten Textes (z. B. Zusätze, Auslassungen von Wörtern oder Korrekturen einzelner Zeichen) in eckigen Klammern als solche kennzeichnen mit dem Zusatz "d. Verf." (='der Verfasser') (s. Beispiel 2)
    • Auch integrierte Verweise ohne Zitat sind möglich. Hier gilt: Wenn der Verfasser gemeint ist, dann "Nachname (Jahr)", wenn das Buch gemeint ist, dann "Nachname Jahr" (s. Beispiel 3)
    • Doppelte Anführungsstriche im Original werden zu einfachen im Zitat. Ausnahme: eingerücktes Zitat über vier Zeilen, das nur durch die Einrückung und nicht durch An- und Ausführungsstriche als Zitat gekennzeichnet ist.

    Beispiel 1:

    Schon bei Nasobem heißt es: „Gehe nicht zu weit!“ (Nasobem 1953: 22f.). Auch hier mit dem Hinweis, dieser Grundsatz gelte uneingeschränkt (vgl. ebd., 25). Damit widerspricht Nasobem seinem Landsmann und Zeitgenossen Ohrenschlick, der in den 50er Jahren berühmt wurde mit seiner Theorie der Weitläufigkeit (vgl. Ohrenschlick 1951).

    Beispiel 2:

    Nasobem hat vor allem „das Bei-Sich-Sein [...] im Jetzt und Hier“ betont, auf das jeder ernsthaft Forschende „in diesem Wirrsal unseres Fachbereichs [d. i. Metaphysische Antilinguistik; d. Verf.] zurückgeworfen“ (Nasobem 1953: 253) sei.

    Beispiel 3:

    Nasobem 1953 muss als Angriff auf die Theorie der Weitläufigkeit betrachtet werden und ist somit als direkte Antwort auf Ohrenschlick (1951) zu verstehen. Nasobem (1960) greift Ohrenschlick noch in weiteren Punkten an.

    5. Literaturverzeichnis

    Das Literaturverzeichnis ist dazu da, die in der Arbeit benutzte Literatur anzugeben, damit LeserInnen der Arbeit diese Ausgaben wiederfinden können. Alle dafür erforderlichen Angaben müssen bei den bibliographischen Angaben (=Informationen zur Literatur) auftauchen. Dazu gehören mindestens: der Autorname, das Veröffentlichungsjahr, die Auflage, der Titel und der Erscheinungsort.

    Folgend finden Sie eine schematische Liste, was die bibliographischen Angaben für die unterschiedlichen Typen von Schriften in welcher Reihenfolge enthalten sollten. Sie sind als Beispiele gedacht, die unterschiedliche Fälle repräsentieren. Etwa wenn es mehrere Autoren gibt, wenn der Verlag an mehreren Orten ist, wenn das Buch in einer Buchreihe erschienen ist usw.

    5.1 Monographien

    also: ganze Bücher von einem oder mehreren Autoren (sog. Verfasserschriften)

    • Name, Vorname (Aufl.Jahr): Titel. Untertitel. Ort: Verlag.
    • Name, Vorname und Vorname Name (Aufl.Jahr): Titel. Untertitel. Ort etc.: Verlag.
    • Name, Vorname/Name, Vorname und Vorname Name (Aufl.Jahr): Titel. Untertitel. Ort u. a.: Verlag (= Reihentitel; Band).
    • Name, Vorname et al. (Aufl.Jahr): Titel. Untertitel. Ort: Verlag.

    5.2 Sammelwerke

    also: Bücher, die Aufsätze u. ä. enthalten

    • Name, Vorname (Hrsg.) (Aufl.Jahr): Titel. Untertitel. Ort: Verlag.

    5.3 Aufsätze in Sammelwerken

    • Name, Vorname (Aufl.Jahr): Titel. Untertitel. In: Name, Vorname (Hrsg.): Titel. Untertitel. Ort: Verlag, Seitenzahl-Seitenzahl.
    • Name, Vorname (Aufl.Jahr): Titel. Untertitel. In: ders.: Titel. Untertitel. Hrsg. von Vorname Name. Ort: Verlag, Seitenzahl-Seitenzahl.

    5.4 Aufsätze in Zeitschriften

    • Name, Vorname (Jahr): Titel. Untertitel. In: Zeitschriftenname Heft/Jahrgang, Seitenzahl-Seitenzahl.

    Hinweise:

    Bei den bekannten Zeitschriften kann statt des kompletten Namens auch – falls vorhanden – die übliche Abkürzung verwendet werden (z. B. ZGL, ZfAL, ZS usw.). Eine Liste mit Namen und Kürzeln einschlägiger Zeitschriften finden Sie unten in Abschnitt 8.

    Häufig bestehen Jahrgänge aus mehreren Heften (z. B. vier Hefte pro Jahr), deshalb die Heft-Angabe.

    Die Angabe des Jahrgangs ist nicht mit der Jahreszahl zu verwechseln. Das Jahr wird ja bereits nach dem Autornamen angegeben. Mit dem Jahrgang wird erfasst, wie häufig diese Zeitschrift seit Bestehen erschienen ist.

    5.5 Webseiten

    Grundsätzlich gilt auch hier, dass mindestens der AutorInnenname (falls der ermittelbar ist, sonst weglassen), das Jahr (falls das ermittelbar ist, sonst weglassen) und der Veröffentlichungsort angegeben werden muss. Letzterer ist die URL (Abkürzung für engl.: Uniform Ressource Locator = Adresse der Internetseite). Hinzu kommt die Angabe, wann man das letzte Mal auf der angegebenen Seite war.

    • Name, Vorname (Jahr): Titel. Untertitel. Online unter: URL [Tag des letzten Zugriffs].

    Falls der Name nicht zu ermitteln ist, können die URLs unter der Überschrift "Webseiten" am Ende des Literaturverzeichnisses nach folgendem Muster angefügt werden:

    • URL [Tag des letzten Zugriffs].

    6. Eigenständigkeitserklärung

    Als letzte Seite der Arbeit bitte die hier zu findende Eigenständigkeitserklärung einfügen und unterzeichnen (vgl. auch die Informationen des Instituts für deutsche Philologie dazu).

    7. Literaturhinweise für offene Fragen

    Rothstein, Björn und Linda Stark (2016): Wissenschaftliches Arbeiten für Linguisten. Tübingen: Narr Francke Attempto/UTB.

    Standop, Ewald und Matthias L. G. Meyer (162002): Die Form der wissenschaftlichen Arbeit. Ein unverzichtbarer Leitfaden für Studium und Beruf. Wiebelsheim: Quelle & Meyer/UTB.

    8. Liste der Namen einschlägiger Zeitschriften mit dem jeweiligen Kürzel

    • DaF Deutsch als Fremdsprache
    • DD Diskussion Deutsch
    • DU Der Deutschunterricht
    • HALT Hamburger Arbeiten zur Linguistik und Texttheorie
    • Info DaF Informationen Deutsch als Fremdsprache
    • KLAGE Kölner Linguistische Arbeiten zur Germanistik
    • LB Linguistische Berichte
    • DS Deutsche Sprache
    • GL Germanistische Linguistik
    • InLiSt Interaction and Linguistic Structures
    • LiLi Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik
    • LuD Linguistik und Didaktik
    • Mu Muttersprache
    • MüLL Münstersches Logbuch zur Linguistik
    • OBST Osnabrücker Beiträger zur Sprachtheorie
    • PBB (H) Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (Halle)
    • PBB (T) Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (Tübingen)
    • SuL Sprache und Literatur in Wissenschaft und Unterricht
    • WW Wirkendes Wort
    • ZDL Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik
    • ZDPh Zeitschrift für deutsche Philologie
    • ZfAL Zeitschrift für angewandte Linguistik
    • ZG Zeitschrift für Germanistik
    • ZGL Zeitschrift für germanistische Linguistik
    • ZRS Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Sprachwissenschaft
    • ZS Zeitschrift für Sprachwissenschaft

    9. Bewertung

    Für die Bewertung schriftlicher Arbeiten ist ein Kriterienkatalog entwickelt worden, der hier eingesehen werden kann. Die Gesamtnote errechnet sich aus den Teilnoten zu den einzelnen Kriterienbereichen, die jeweils unterschiedlich gewichtet sind. Ein Berechnungsbeispiel dafür finden Sie hier.

    Kontakt

    Lehrstuhl für deutsche Sprachwissenschaft
    Am Hubland
    97074 Würzburg

    Tel.: +49 931 31-85630
    Fax: +49 931 31-81114
    E-Mail

    Suche Ansprechpartner

    Hubland Süd, Geb. PH1